Auf was muss bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geachtet werden?

Wichtige Punkte bei der BU

Bevor es zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommt, haben sich gewissenhafte Versicherungsnehmer bereits umfassend informiert und über einen rechnerischen Vergleich lohnenswerte Versicherungen und Tarife kennen gelernt. Wenn dabei noch die abstrakte Verweisung in seinem Versicherungsvertrag umgeht und die Möglichkeit der Nachversicherung mit einschließt, meint in vielen Fällen zum optimalen BU Vertrag gekommen zu sein. Der Teufel steckt jedoch bei vielen Verträgen im Detail und bringt einige Stolpersteine mit sich, die schlimmstenfalls erst bei ausbleibender Leistungsgewähr entdeckt werden. Im folgenden seinen die wichtigsten Hürden genannt, die viele Versicherungsnehmer leider übersehen und so den optimalen Schutz vor Berufsunfähigkeit versäumen.

Wie muss sich der Versicherungsnehmer beim Berufswechsel verhalten?

Manche BU Verträge machen es notwendig, den  Wechsel des Arbeitsplatzes sofort anzuzeigen, da sonst der komplette Leistungsschutz verloren geht. Andere Versicherungen erweisen sich da als kulanter und richten sich mit ihren BU Leistungen ausschließlich nach dem Beruf, der im Moment des Vertragsabschlusses ausgeübt wurde. Wie die eigene Versicherung mit dieser Tatsache umgeht und welche Nachteile z.B. durch einen Berufswechsel auch in den vertraglichen Konditionen auftreten können, ist individuell vor der Unterzeichnung des Vertrags in jedem Fall zu prüfen.

Wie muss mit kleineren Erkrankungen umgegangen werden?

Viele Versicherungsnehmer nehmen leichte Erkrankungen und geringfügige Symptome eher auf die leichte Schulter, wenn es zu den Gesundheitsfragen der Versicherung kommt. Selbst wer an Heuschnupfen leidet und hierfür gelegentlich freie Medikamente einnimmt, sollte derartige Risikofaktoren nicht verschweigen, da diese schlimmstenfalls den Versicherungsschutz kosten können. Seriöse Versicherungen stellen ihre Gesundheitsfragen hierbei eindeutig und koppeln Symptome, Arztbesuche oder die Einnahme von Medikamenten stets an bestimmte Fristen. Wer also in Kindheit und Jugendzeit an einer Allergie litt und im BU Vertrag lediglich aufgefordert wird, Medikamenteneinnahmen der letzten fünf Jahre anzugeben, ist nicht zur Nennung dieser früheren Schwächen verpflichtet.

Auf rückwirkende Leistungen zur Berufsunfähigkeit achten

Manche Vertragselemente fallen deshalb dem Versicherungsnehmer nicht auf, weil sie schlichtweg fehlen und vom ungeschulten Auge auch nicht vermisst werden. Klassisches Beispiel ist hierfür die Rückgewähr von BU Leistungen, die nur dann zum Einsatz kommt, wenn sie auch explizit im Versicherungsvertrag aufgeführt wird. Die Regelung als solche ist sehr sinnvoll, da sich die Diagnose einer Berufsunfähigkeit oftmals über Monate hinweg ausdehnen kann. Ein Zeitraum, für den rückwirkend nach Feststellung der Berufsunfähigkeit die vereinbarten Rentenzahlungen gewährt werden, aber natürlich nur dann, wenn auch rückwirkende Leistungen im BU Vertrag explizit vermerkt wurden.

Unbekannte Vertragselemente gezielt hinterfragen

Wie bei allen Versicherungsverträgen gilt auch im Bereich BU: Wenn Regelungen nicht verstanden werden, sollte nachgefragt werden. Gerade Bedingungen wie ein unbefristetes Rücktrittsrecht der Versicherung oder die Arztanordnungsklausel werden nur die wenigsten Bundesbürger kennen, dennoch haben derartige Vertragsbedingungen gravierende Auswirkungen auf den gewährten BU-Schutz. Hier sollte kein potenzieller Versicherungsnehmer falsche Scham zeigen und gezielt nachhaken, damit ein Vergleich verschiedener Angebote auf einer sachlich fundierten Grundlage erfolgen kann. 

Top-Anbieter im Vergleich

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