Checkliste für eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung

Checkliste für Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ist stets eine individuelle Entscheidung, da die gebotenen Leistungshöhen immer dem eigenen Lebensstandard entsprechen müssen und hierbei mit einem möglichst überschaubaren Beitrag einhergehen sollten. Dennoch gibt es einige Kernpunkte, die in jedem Fall beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten sind und einen guten Vertrag auszeichnen. Mit der folgenden Checkliste sollen diese Punkte zusammengefasst werden.


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  • Verzicht auf abstrakte Verweisung


Mit der abstrakten Verweisung muss eine Versicherung keine BU-Leistungen erbringen, falls sie auf eine vergleichbare Berufstätigkeit mit einer geringeren, gesundheitlichen Belastung verweisen kann. Diese Regelung benachteiligt ausschließlich den Versicherungsnehmer und sollte als Option in einem modernen BU-Vertrag nicht mehr zu finden sein.

  • Gewähr rückwirkender Leistungen


Vom Eintritt einer Berufsunfähigkeit bis zu der endgültigen Diagnose vergehen nicht selten Monate. Wer für diese Zeitspanne eine angemessene, finanzielle Erstattung durch seinen BU-Vertrag erwartet, sollte die Leistungen auch rückwirkend erhalten können, was Nachzahlungen über einige Monate hinweg zur Folge haben dürfte.

  • Möglichst lange Versicherungsdauern


Zahlreiche Berufstätige in Deutschland werden erst zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr berufsunfähig. Um hier immer noch von jahrelangen Leistungen der Versicherungen profitieren zu können, sollte eine möglichste lange Absicherung bis zum 62. oder 65. Lebensjahr gegeben sein.

  • Sechs-Monats-Prognose


Moderne Verträge zur BU leisten dann die zugesicherte Rente, wenn ein Arzt die Diagnose einer Berufsunfähigkeit stellt, die sich im Rahmen der folgenden sechs Monate nicht entscheidend verbessern dürfte. Bei manchen Versicherern wird hier ein längerer Zeitraum eingefordert, was zu Ungunsten des betroffenen Versicherungsnehmers ausgelegt wird und somit nicht im Versicherungsvertrag zu finden sein sollte.

  • Garantie auf Nachversicherung


Das Leben eines Erwerbstätigen kann sich durch bessere Gehaltsaussichten, eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes erheblich ändern und auch einen höheren BU-Schutz sinnvoll erscheinen lassen. Im Rahmen der sogenannten Nachversicherung sollte ein BU-Vertrag dem Versicherungsnehmer die Möglichkeit geben, auf eigenen Wunsch die gebotenen Leistungen gezielt nach oben anzupassen.

  • Faire und eindeutige Gesundheitsfragen


Die individuelle Tarifierung bei der BU erfolgt anhand von zahlreichen Gesundheitsfragen, die beim Vertragsabschluss zu beantworten sind. Diese sollten in ihrem Wortlaut klar und ohne Zweifel zu beantworten sein, da dies auch Einfluss auf die sichere Gewähr von BU-Leistungen hat. Bei unklaren Formulierungen findet die Versicherung sonst schlimmstenfalls Möglichkeiten, sich vor einer Zahlung zu drücken.

  • Verzicht der Versicherung auf §19 VVG


Sollte ein gesundheitliches Risiko beim Versicherungsnehmer vorgelegen haben, das dieser im Moment der Vertragsunterzeichnung selbst nicht kannte, führt dies gegebenenfalls zum Ausbleiben der Versicherungsleistungen. Viele, seriöse Versicherungen verzichten jedoch auf diese Option, die im §19 VVG niedergeschrieben ist und sorgen so für eine ausbleibende Benachteiligung des Versicherungsnehmers.

  • Arztanordnungsklausel


Manche Versicherungen machen die fortlaufende Gewähr von der Bereitschaft des Versicherungsnehmers abhängig, sich allen vom Arzt angeordneten Behandlungsmaßnahmen zu unterziehen. Auch dies ist eine eher antiquierte Regelung und sollte nicht mehr in einem modernen BU-Vertrag zu finden sein. 


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